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V.P. Produkte E.Kempel Hainweg 8 36381 Schlüchtern Tel:06661-6406 Fax:06661-72999

Pilze und Pilzgifte in der Wellensittichzucht



Abgesehen von Epidemien in einem Wellensittichbestand von z.B. Psittacose - also Papageienkrankheit, Salmonelleninfektion, Trichomoniasis oder E-Coli-Infektionen nimmt man an, daß über 50% aller Todesfälle in der Wellensittichzucht durch Pilze bzw. Pilzgifte hervorgerufen werden.

Bei Epidemien ist es so, daß die Wellensittiche, nachdem sie sichtbar krank sind, im Regelfall schnell sterben.

Bei einem Pilzbefall oder bei Aufnahme von Pilzgiften ist dem nicht so. Im Anfangsstadium zeigen die Vögel eigentlich keinerlei Anzeichen von Krankheit - besonders dann, wenn die Haltebedingungen sehr gut sind, d.h. ausreichend und gutes Futter, sauberes Trinkwasser, Vitamingaben, Mineral- und Spurenelementgaben.
Pilzinfektionen sind eher schleichend und es kann Wochen und zum Teil Monate dauern bis ein Vogel ernste Anzeichen zeigt und dann eingeht. In einigen Fällen ist die Diagnose sehr schwierig und unspezifisch.

Bei der Erläuterung von Pilze und Pilzgifte bedarf es zuerst einer sehr wichtigen Unterscheidung:

1. Als Erreger von Pilzerkrankungen = Mykosen
2. Als Produzent von Giftstoffen den sogenannten Mykotoxinen
3. Als Ursache allergischer Reaktionen

Es ist wichtig diese 3-teilung in Erinnerung zu behalten, da die einzelnen Krankheitsbilder sich unterscheiden und die Art der Gegenmaßnahmen unterschiedlich ist.
Der Grund hierfür liegt in der Pilzart, die die unterschiedlichen Krankheitsbilder hervorruft. In unserer Umwelt kommen etwa 80 000 Pilzarten vor. Die meisten Arten sind nicht in der Lage Krankheiten zu erzeugen. Relevant für den Wellensittichzüchter sind nur 2 Gruppen.

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